Worauf sollte ein neuer Hörgeräteträger achten?

What Should A New User of A Hearing Aid Be Aware of?

Das Tragen neuer Hörgeräte bedeutet eine große Umstellung. Viele erwarten, sofort wieder perfekt hören zu können, doch tatsächlich hängt das Hörvermögen nicht nur von den Ohren, sondern auch von der Anpassung des Gehirns ab. Angesichts einer plötzlich reichhaltigeren und lauteren Geräuschkulisse braucht das Gehirn Zeit, um sich anzupassen und die Geräusche zu filtern. Mit einer schrittweisen Eingewöhnung und etwas Geduld in den ersten Wochen erreichen die meisten Hörgeräteträger ein klareres und natürlicheres Hörerlebnis. Folgen Sie BISAONEX, um mehr über die Nutzung von Hörgeräten und Tipps zur Eingewöhnung zu erfahren.

1. Die Phase der „Schallüberlastung“
Ihr Gehirn hat möglicherweise jahrelang unhörbare Hintergrundgeräusche ausgeblendet. Wenn Sie Hörgeräte zum ersten Mal tragen, werden diese Geräusche plötzlich von Ihnen überflutet und Sie überfordern. Hörgeräte machen nicht sofort alle Geräusche „normal“ – Ihr Gehirn braucht Zeit, um sich an Geräusche zu gewöhnen, die es lange nicht klar gehört hat. Tragen Sie die Hörgeräte anfangs einige Stunden täglich und steigern Sie die Tragezeit dann allmählich. Hintergrundgeräusche mögen Ihnen zunächst laut vorkommen, aber das ist völlig normal und wird sich mit der Zeit bessern.

Wenn Sie Hörgeräte zum ersten Mal tragen, können alltägliche Geräusche wie das Brummen des Kühlschranks oder Schritte besonders laut klingen. Das ist normal, und Ihr Gehirn lernt mit der Zeit, diese Geräusche auszublenden. Viele Menschen empfinden ihre eigene Stimme anfangs auch als dumpf oder hallend; daran können Sie sich gewöhnen, indem Sie täglich 10–15 Minuten laut vorlesen. Da Ihr Gehirn mehr auditive Informationen verarbeitet, kann es zu Hörermüdung kommen. Versuchen Sie in lauten Umgebungen, sich dem Sprecher zuzuwenden, Hintergrundgeräusche zu reduzieren und gegebenenfalls verschiedene Hörmodi zu verwenden.

2. Anpassungsstrategien
Zwingen Sie sich nicht, Ihre Hörgeräte sofort den ganzen Tag zu tragen. Gehen Sie es langsam an: Beginnen Sie mit Einzelgesprächen in ruhiger Umgebung zu Hause und verlängern Sie die Tragezeit dann täglich um ein bis zwei Stunden, bis Sie schließlich zwei bis vier Stunden täglich erreichen. Nutzen Sie visuelle Hilfsmittel, um das Hören zu erleichtern – achten Sie auf die Mimik des Sprechers, schalten Sie Untertitel im Fernsehen ein und helfen Sie Ihrem Gehirn so, Geräusche während der Eingewöhnungsphase besser mit Bedeutung zu verknüpfen.

Emotionale Anpassung ist ein natürlicher Bestandteil dieses Prozesses. Sich anfangs überfordert, aufgeregt oder sogar frustriert zu fühlen, ist normal, aber mit der Zeit erleben die meisten Nutzer mehr Selbstvertrauen, klarere Kommunikation und eine höhere Lebensqualität.

3. Tragekomfort und Schmerzen
Wenn Sie Hörgeräte zum ersten Mal tragen, ist ein leichtes Druckgefühl oder Jucken in den Ohren normal, ähnlich wie bei neuen Schuhen. Auch ein leichter Druck ist anfangs normal, und eine korrekte Anpassung kann Pfeifen und Beschwerden reduzieren. Hörgeräte sollten jedoch niemals Schmerzen verursachen. Bei Brennen, Hautreizungen oder starker Rötung sollten Sie sich umgehend an Ihren Hörgeräteakustiker wenden. Oftmals lassen sich die Probleme durch einige kleinere Anpassungen der Hörgeräte beheben.

4. Tägliche Wartung
Hörgeräte sind winzige elektronische Geräte, die sich in einer warmen, feuchten Umgebung befinden, in der sich leicht Ohrenschmalz ansammelt – Ihren Ohren. Daher ist die richtige Pflege entscheidend. Halten Sie Ihre Hörgeräte trocken: Nehmen Sie sie vor dem Duschen, Schwimmen oder der Verwendung von viel Haarspray heraus. Verwenden Sie gegebenenfalls einen Luftentfeuchter oder eine Trockenbox zum Trocknen über Nacht. Tägliche Reinigung: Wischen Sie Ihre Hörgeräte jeden Abend mit einem weichen, trockenen Tuch ab und verwenden Sie die beiliegende kleine Bürste, um Ohrenschmalz vom Ohrenschmalzschutz oder -filter zu entfernen. Sichere Aufbewahrung: Stecken Sie Ihre Hörgeräte niemals in die Hosentasche oder in ein Taschentuch, da sie leicht beschädigt werden oder verloren gehen können. Bewahren Sie sie immer im Ladeetui oder einem separaten Etui auf.

5. Nachfolgetermine und Anpassungen sind normal
Die meisten Hörgeräteträger benötigen nach der Erstanpassung mehrere Nachsorgetermine. Diese Termine sind entscheidend, um die Geräte optimal an die individuellen Hörbedürfnisse anzupassen. Dabei kann der Hörgeräteakustiker die Lautstärke für mehr Tragekomfort optimieren, die Sprachverständlichkeit verbessern und Hintergrundgeräusche effektiv reduzieren. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen zudem, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. So wird sichergestellt, dass Ihre Hörgeräte stets optimal funktionieren und Ihnen ein natürliches und komfortables Hörerlebnis bieten.

Notiz:
Hörgeräte verstärken und verarbeiten Schall, heilen aber keinen Hörverlust. Ihr Hauptziel ist die Verbesserung der Sprachverständlichkeit und Kommunikation, nicht die Wiederherstellung des „perfekten“ Hörvermögens.

Kurz gesagt: Hörgeräte sind mehr als nur Geräte; sie sind Hilfsmittel, die Geduld, regelmäßiges Üben und die richtige Pflege erfordern, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Konsequente Nutzung und realistische Erwartungen können Ihr Hörerlebnis und Ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Dies sind wichtige Punkte, die neue Nutzer beachten sollten. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an BISAONEX; unser Team berät Sie gerne zu den passenden Lösungen.

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